Familienfreizeiten

Freiräume für die Familie

Familie

Ein gemeinsamer Urlaub - für nicht wenige Familien bleibt das aus finanziellen Gründen ein Traum. Familienfreizeiten der ELKB schaffen deshalb Abhilfe.

Bild: iStockPhoto / AleksandarNakic

„Familienfreizeiten“ geben Eltern und Kindern, die es sich sonst kaum leisten können, die Möglichkeit eines gemeinsamen Urlaubs in einer tollen Ferienanlage.

Wenn die Diplom–Pädagogin Christa Flurer von diesen Familienfreizeiten und ihren Teams erzählt, strahlen ihre Augen. „Gemeinsam mit anderen Familien die schönste Zeit des Jahres, den Urlaub, genießen. Ausspannen, neue Kräfte sammeln und Zeit füreinander und sich selbst haben: Wir schaffen die Freiräume dazu“, sagt Christa Flurer.

Die Diplom-Pädagogin war viele Jahre die Referentin für „Familienerholung“ im Amt für Gemeindedienst in Nürnberg. Dort werden solche Freizeiten geplant und vorbereitet. Durchgeführt werden sie von Teams, die aus ganz Bayern kommen.

Die Chance, gemeinsam mit den Kindern Urlaub zu machen

„Familien haben es in unserer sich schnell wandelnden Gesellschaft nicht leicht“, weiß die Pädagogin. Der Druck auf die Kinder in Kindertageseinrichtungen und Schulen wächst. Wegen der hohen Beanspruchung bleibt oft kaum Zeit für gemeinsame Aktivitäten in der Familie.

Die Familienfreizeiten richten sich gerade an solche Menschen, die aus finanziellen oder anderen Gründen an Familienurlaub kaum zu denken wagen. Sie sollen die Chance bekommen, gemeinsam mit ihren Kindern einen Urlaub zu machen, der zu ihren finanziellen und sonstigen Möglichkeiten passt.

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Und darüber hinaus soll es ein Urlaub sein, von dem alle über die gemeinsame Ferienzeit hinaus für ihren Alltag und dessen Gestaltung etwas mitnehmen können.

Die Familienfreizeiten werden nicht nur in kirchlichen Gästehäusern durchgeführt. Man sucht sich dafür schöne Plätze von Italien bis zur Insel Rügen an der Ostsee aus. Ein besonders qualifiziertes Team bereitet Programme vor, die das Familienleben stützen, aber nicht sozialpädagogisch überfrachtet sind.

Großes Engagement und Einfühlungsvermögen

Das Rückgrat der Freizeiten und der ganze Stolz von Christa Flurer sind die Teams. Sie setzen sich zu einem nicht geringen Anteil aus jungen Leuten zusammen, die selbst als Kinder an solchen Familienfreizeiten des Amtes für Gemeindedienst teilgenommen haben. Mit großem Engagement und Einfühlungsvermögen engagieren sie sich und übernehmen Verantwortung.

Seit mehreren Jahren finden mit großem Anklang auch Mehrgenerationen-Freizeiten statt. An ihnen nehmen neben den Eltern und Kindern auch Großeltern, Paten und solche Personen teil, die diese besondere Form der Gemeinschaft erfahren möchten.

Migrantenfamilien bei christlichen Aktivitäten dabei

Neuerdings beteiligen sich an diesen ökumenisch durchgeführten Freizeiten auch Migrantenfamilien, in seltenen Fällen sogar muslimische. Selbst sie, so Christa Flurer, machen an den zur freiwilligen Teilnahme angebotenen christlichen Aktivitäten mit, wenn auch oft zaghaft.

(Quelle: Grüß Gott, Begleiter der Evangelischen Kirche in Urlaub und Kur 2013)


22.02.2016 / Karl-Heinz Ulrich