Kirche und Tourismus

Kirche auf der f.re.e

Mit ihrem touristischen Angebot präsentiert sich die Landeskirche auf der Reise- und Freizeitmesse f.re.e 2017. Ein Film von Axel Mölkner-Kappl.

Luther als Touristenattraktion: Mit dem Schwerpunkt "Reformation" präsentiert sich die bayerische evangelische Landeskirche auf der diesjährigen Freizeitmesse "f.re.e" in München.

Die bayerische Landeskirche ist bereits zum dritten Mal mit einem Stand auf der Freizeitmesse "f.re.e" vertreten, die vom 22. bis 26. Februar auf der Messe München stattfindet. In diesem Jahr liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf dem Thema "Reformation".

Im Jahr des 500. Reformationsjubiläums sei es das Ziel, den Besuchern touristisch attraktive Orte nahezubringen, an denen Reformationsgeschichte erlebbar werde, sagte der landeskirchliche Referent für Kirche und Tourismus, Thomas Roßmerkel. Dazu gehörten an erster Stelle die klassischen Lutherstätten Coburg und Augsburg sowie ein Teilstück des "Lutherwegs" bei Coburg, natürlich auch die Reformationsstädte Nürnberg, Memmingen, Regensburg und Schwabach. Aber auch viele andere Orte hätten im Jubiläumsjahr 2017 "erstaunlich viel zur Reformationsgeschichte entdeckt". Am Stand der evangelischen Kirche in Halle A5, Stand 434 können sich die Besucher über die vielfältigen touristisch attraktiven Angebote im Jubiläumsjahr sowie über Berggottesdienste, Radwegekirchen, Campingseelsorge uns spirituelle Wanderungen informieren.

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Kirche wolle "ein selbstverständlicher Teil des bayerischen Tourismus" sein, sagte Roßmerkel. "Die Touristiker haben schon lange erkannt, dass es bei den Menschen eine riesige Sehnsucht nach Spiritualität gibt", sagte der Kirchenrat. 2015 sei die Landeskirche deshalb der "Bayern Tourismus Marketing GmbH" als Gesellschafter beigetreten und liefere seither als Partner "auf Augenhöhe" spirituelle Angebote für Tourismusverbände. "Die Touristiker bekommen so Inhalte, und wir erreichen durch deren Marketing ein viel breiteres Publikum", beschreibt Roßmerkel den Nutzen der Kooperation. 

Als "einziger Non-Profit-Anbieter" auf der Freizeitmesse bekomme Kirche überraschte, aber durchweg positive Rückmeldungen von den Besuchern. Das Arbeitsfeld "Kirche und Tourismus" wachse beständig: Seit Jahren seien Gottesdienste im Grünen und musikalisch-geistliche Angebote der Renner; einen starken Trend gebe es im Bereich der "spirituellen Wanderungen". "Sich professionell begleitet in Bewegung setzen und unterwegs über sich und das Leben nachdenken - das suchen die Menschen unwahrscheinlich", resümierte Roßmerkel.


24.02.2017 / epd/ELKB