Pilgern in Bayern

... und Gott geht mit

Pilgern ist „Beten mit den Füßen“ heißt es, ein zu sich selbst und zu Gott Kommen. Axel Mölkner-Kappl hat den Pilgerbeauftragten befragt.

Wer noch nie gepilgert ist, der kann es am besten testen - mit tollen Einsteigerangeboten, Wanderungen und Pilgerfreizeiten. 

Wer mit Gott im Herzen durch die Natur spazieren will, für den lohnt sich ein Klick auf pilgern-bayern.de: bei der Webseite handelt es sich um ein Angebot der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB), die mit vielfältigen Pilger-Programmen lockt - zum Beispiel für Einsteiger.

"Samstagspilgern" nennt das Evangelisch-Lutherische Pfarramt Scheidegg ein Schnupperprogramm für Menschen, die erste Erfahrungen mit Pilgern machen wollen: Menschen, die sich noch nie auf den Pfad der Besinnung und inneren Einkehr begeben haben oder für die eine längere Pilgerreise körperlich zu anstrengend oder aus sonstigen Gründen organisatorisch und zeitlich nicht zu realisieren ist, können einmal im Monat samstags am sogenannten "Samstagspilgern" auf dem Jakobsweg teilnehmen. Termine für das Pilgern werden auf der Homepage der Kirchengemeinde Scheidegg veröffentlicht.

Unterwegs auf den "Jakobswegen"

Auch Fortgeschrittene kommen auf pilgern-bayern.de auf ihre Kosten. So stellt die Seite etwa sämtliche Jakobswege dar, die sich durch Bayern schlängeln, mit ausführlichen Beschreibungen und "Spirituellen Besonderheiten am Weg". Die User lernen zum Beispiel die sonnendurchflutete Franziskanerkirche von 1309 am Rande des fränkisch-schwäbischen Jakobsweges kennen, der in Würzburg an der Don-Bosco-Kirche startet und über Ochsenfurt, Uffenheim, Rothenburg ob der Tauber, Crailsheim und Hohenberg bis nach Ulm führt.

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Auch die mitten im Wald gelegene "Jakobuskapelle" als "ökumenisches Zeichen in der Natur" am Wegesrand des "Jakobuswegs Nürnberg-Ulm-Konstanz ist eine Rast wert - und immer offen für alle Besucher, denn sie hat keine Tür.
Zwei Wege führen nach Rom

Wer sich eine längere Auszeit per Pedes trauen will wird ebenfalls fündig: Das Pilger-Portal listet "Fernpilgerwege" wie die "Via Francigena" auf, die durch England, Frankreich und die Schweiz bis nach Italien, Rom führt. Ebenfalls in die italienische Hauptstadt führt die "Via Romea", die über Celle, Gotha, Meiningen, Würzburg, Rothenburg, Augsburg, Schongau, Oberammergau, Mittenwald, Innsbruck, Trient, Padua, Ravenna, Arezzo, Viterbo bis nach Rom führt.

Termine

Zu Fuß ab durch die goldene Mitte

Aber vielleicht will man ja auch erst mal mit einer goldenen Mitte starten: für den sind die "Regionalen Meditationswege" genau das Richtige! An zahlreichen Orten in Bayern gibt es die sogenannten christlichen Meditations-, Besinnungs- und Themenwege, die nur von ein paar Kilometern Länge sind und am Wegesrand auf Informationstafeln meditativen Lesestoff bieten. Der "Ökumenische Pilgerweg von Eichstätt nach Heidenheim" ist ein solcher "Meditationsweg" oder auch der "Perlenweg bei Großhaßlach/Petersaurach".

Klar sein dürfte spätestens jetzt: Viele Wege führen zu Gott - man muss nur den ersten Schritt machen.


26.02.2016 / ELKB / Poep